Danke für das tolle Wochenende!

Am vergangen Wochenende war es endlich soweit, ausgestattet mit Flyern, Stickern, Knicklichtern und viel Motivation, haben wir uns ins Berliner Nachtleben gestürzt, um die Feiernden auf das Problem der sexuellen Belästigung aufmerksam zu machen.

Trotz des mäßigen Wetters hatten wir viele interessante Gespräche und vor allem jede Menge Spaß. Mit reichlich Glitzer und guter Musik sind dabei zahlreiche Fotos entstanden, in denen ihr ein Zeichen gesetzt habt. Besonders begeistert waren wir von dem vielen positiven Feedback und der Unterstützung, die ihr uns entgegengebracht habt.

Das hat diese Tage nicht nur zu einem besonderen Erlebnis gemacht, sondern uns vor allem in unserer Sache bestätigt. Denn so viele tolle Gespräche wir mit Leuten hatten, so deutlich wurde auch, dass sexuelle Belästigung leider keine Randerscheinung ist und fast alle von euch bereits damit Erfahrungen gemacht haben.

Auch medial haben wir einiges an Aufmerksamkeit bekommen.

Aber wir sind noch lange nicht am Ziel, zusammen können wir es schaffen das Nachtleben ein Stück sicherer oder auch einfach angenehmer für alle Beteiligten zu machen!

Hier noch einige Impressionen vom Wochenende:

 

Verstehste!? – Action Weekend kommt!

Dieses Wochenende geht’s raus auf die Straße und rein in die Berliner Clubszene! Freitag und Samstag ziehen wir aus um das Nachtleben zurück zu erobern!

Am 16.01. und 17.01. werden wir abends rund um das RAW-Gelände vor Ort sein und unsere Kampagne promoten. Wir werden über sexuelle Belästigung aufklären, Aufmerksamkeit schaffen und viel Spaß haben! Dazu gibt es tolle Knick-lichter, Flyer und Sticker, damit ihr die Kampagne weiter verbreiten könnt. Nicht zuletzt werdet auch ihr die Möglichkeit haben, ein Zeichen für ein sicheres Nachtleben und gegen sexuelle Belästigung zu setzten! Sei dabei!

Ihr könnt dem Event live folgen auf Twitter unter #verstehste und auf unserer Facebook-Seite

Pressemitteilung

Passend zum Launch der Kampagne wurde unsere Pressemitteilung soeben veröffentlicht. Hier ist sie im wortlaut:

Studierende der Universität Kairo und der Freien Universität Berlin starten Kampagnen gegen sexuelle Belästigung

Nachtleben  und  Universität  sind  Schwerpunkte  /  Berliner Aktionswochenende „Verstehste?“ am 16. und 17. Januar. Um gegen sexuelle Übergriffe im Nachtleben zu protestieren, haben Studentinnen und Studenten der Freien Universität Berlin  die Kampagne  „Verstehste? Sexuelle Belästigung  ist  kein  Kompliment“  ins Leben gerufen. Am 16. und 17. Januar veranstaltet die Initiatoren ein Aktionswochende, bei dem sie Berliner Clubgegenden aufsuchen und mit den Feiernden sprechen wollen: „Besonders nachts und unter Alkoholeinfluss entstehen viele Unklarheiten, was ein angemessenes Kompliment darstellt und was eine Grenzüberschreitung“, sagen sie. Das Projekt entstand als interkulturelles Lehr-Experiment. Der Kurs fand in virtuellen gemeinsamen Sitzungen mit Studierenden der Universität Kairo statt. Außerdem trafen sich die Studierenden zu einer gemeinsamen „Winterschool“ im Dezember. Auch in Kairo haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Kampagne gegen sexuelle Belästigung gestartet – mit dem Schwerpunkt auf dem Universitätscampus.

Im Lehrprojekt am Arbeitsbereich „Internationale Kommunikation“, geleitet von Prof. Dr. Carola Richter, erproben die Studierenden der Kommunikationswissenschaft durch diese Kampagnen selbst die Möglichkeiten der Sozialen Medien wie Twitter, Facebook und Youtube in Wissenschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig sollten durch das Projekt auch kulturelle Unterschiede auch im Hinblick auf die Geschlechterverhältnisse und die Mediennutzung für die Studierenden erfahrbar werden.

Die ägyptische Studierendengruppe von der Universität Kairo gab ihrer Kampagne den Titel „Speak up“ und thematisiert sexuelle Übergriffe auf dem Universitätscampus. Die ins Leben gerufene Facebook-Seite hat bereits bis jetzt 4.000 Follower, die Studierenden wurden auch bereits von ägyptischen Fernsehsendern interviewt. Mit sexueller Belästigung im Nachtleben haben sich die Berliner Studierenden ein bislang eher wenig beachtetes Feld ausgesucht. Denn während am Arbeitsplatz bereits Sensibilität für die Problematik herrsche, sei sexuelle Belästigung unter jungen Menschen im Nachtleben eine fast akzeptierte Norm, sagen die Organisatoren.

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